Nepal liegt im südlichen Himalaya und wird
im Osten, Westen und Süden von Indien und im Norden von der
Volksrepublik China begrenzt.

Das einstige Hindu-Königreich ist ein schmaler Landstreifen
mit einer Fläche von 147.181 qkm, mit 26 Mio. Einwohnern. Die
Bevölkerungszahl steigt explosionsartig an und verursacht viele
Probleme, so auch gravierende ökologische Schäden. Auf
engstem Raum leben rund 60 verschiedene ethnische und religiöse
Gruppen zusammen. Die Mehrzahl (etwa 80%) bekennt sich zum Hinduismus
(Buddhismus 15%, Islam 3%, wenige Christen). Die Hauptstadt Kathmandu
ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes.
Mit dem Ende des bewaffneten Kampfes der Maoisten gegen das etablierte
System, dem in der Zeit von 1994 bis 2006 über 10.000 Menschen
zum Opfer fielen, wurde in Nepal die konstitutionelle Monarchie
abgeschafft. Am 28. Mai 2008 wurde das Land offiziell zur „Demokratischen
Bundesrepublik Nepal“ mit einem parlamentarischen Mehrparteiensystem
erklärt.
Nepal ist ein Land mit extremen Höhenunterschieden und unterschiedlichsten
klimatischen Bedingungen. Die Natur hat sich an diese Verhältnisse
angepasst: Ihr Erscheinungsbild reicht von tropischen Wäldern
im Süden über bewaldete Vorberge, fruchtbare Tallandschaften,
Hochsteppe, Wüstenzonen bis zu den mit ewigem Eis und Schnee
bedeckten Gipfeln des Himalaya im Norden.
Hier befindet sich der höchste Berg der Erde - der Sagarmatha
(Mount Everest, 8848m). Neben dem Mount Everest ragen noch sieben
weitere Berggipfel über 8.000 m hoch in den nepalischen Himmel.
Dem Himalaya sind parallel verlaufende Bergketten vorgelagert: die
Mahabharat-Kette im dicht besiedelten Mittelgebirge, wo die großen
Hochtäler von Kathmandu (1300m) und Pokhara (800m) liegen,
und die Siwalik-Kette im ebenfalls dicht besiedelten subtropischen
Tiefland, dem Terai.
Als ein Trekking-Paradies ist Nepal Ausgangspunkt vieler Expeditionen
zu den höchsten Gipfeln dieser Erde. Der Tourismus ist ein
für das Land wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und ist in
raschem Wachstum begriffen.
(Namaste)
Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Weit
über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der
Armutsgrenze. Die Analphabetenrate liegt bei 60%. Die Leistungsfähigkeit
des einfachen Wirtschaftssystem ist sehr gering, es gibt kaum Industrie.
Über 90% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft,
wo hauptsächlich Reis, Mais und Hirse angebaut werden. Mit
dem jährlichen pro Kopf Einkommen von 150 Euro könnte
man in Deutschland gerade einmal eine Tageszeitung abonnieren. Der
Staatshaushalt ist stark defizitär. Die Fehlbeträge konnten
bisher nur mit internationalen Finanzhilfen gedeckt werden.
Fehl- und Mangelernährung sowie Mangel an sanitären Einrichtungen
zusammen mit den Konsequenzen der Überbevölkerung bedingen
einen sehr niedrigen Gesundheitsstandard - auf einen Arzt kommen
ca. 24 000 Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt
bei ca. 55 Jahren. |