Solar Power Nepal e.V.

 

Solar Technical Works
Kathmandu-Sanepa Nepal

Es waren stressige 9 Monate! Die Vorbereitung zu unserem Solartrekking alles Andere als Spass, eher zum Weinen.

Wir wollten in diesem Sommer 47 Solarkocher Sk 14 Koe in das Gebiet um Jomosom, Jarkot, Muktinath, Upper Mustang u. Pokhara bringen, bis in eine Höhe von knapp 4.000 m. In Nepal eine nicht ganz einfache Aufgabe, denn die Umstände lassen eine Hilfe nicht ohne weiteres zu. So war es dem Verfasser nicht möglich ein Frei-Permit für Upper Mustang zu erhalten, obwohl wir 10 Sk 14 Koe kostenlos abgegeben haben (der Preis für ein Permit für 10 Tage kostet 700 $). So mußten unsere Mitarbeiter die Montage selber bewerkstelligen, denn 700 $ ist für unsere Kasse nicht tragbar. Den Transport mußten
die einheimischen Empfänger selber bewerkstelligen bzw. finanzieren, was manches Problem verursachte, nur Alte u. völlig Mittellosen wurden die Kosten erlassen. Bis Jomosom erfolgte der Transport mit dem Charter-Flieger ( wir
benötigten 2, Kostenpunkt 100.000.- NRs), ab Jomosom dann mit Trägern u. Pferden. Gewicht eines SK inklusive Kochtopf u. Warmhaltekorb ca. 45 kg! Aber der Erfolg rechtfertigte die Anstrengungen, siehe Dankschreiben im Anhang.

Die Probleme u. Aktivitäten im einzelnen:
Anreise war Ostern 2005. Da nicht alle benötigten SK rechtzeitig fertiggestellt werden konnten, der Verzinkerei war es wegen Streiks u. ungenügender Auslastung nicht möglich unsere Teile zu bearbeiten, verzögerte sich unser Transport um einige Wochen. Dazu kam, daß die erforderlichen Flüge nicht gebucht werden konnten, da der Flieger in Reparatur sei.Ein Termin war nicht zu erhalten! Ein Transport mit dem Hubschrauber, kam aus Kostengründen, er hätte ein mehrfaches gekostet, nicht in Frage. Wir entschlossen uns den Transport bei gleichen Kosten, trotz aller Unwägbarkeiten ( durch Maoistengebiet ) u. 2 Wochen größerem Zeitaufwand, mit ca. 60 Trägern durchzuführen ( 40 SK bis Jomosom ).

Also Abreise bzw. Transport nach Pokhara mit 47 SK in einem großen Truck. Bei Ankunft in Pokhara dann die Information, ein Transport mit Trägern ist z.Zt. nicht möglich, es seien nicht genügend Träger zu finden, da diese jetzt auf die Felder müßten. Vielleicht war es besser so! Dafür wurde uns gesagt,daß wir in 3 Tagen fliegen dürfen. Die SK konnten zum Glück im Flughafen solange ein gelagert werden. Dann am Starttag der Bescheid, daß nur ein Flug möglich wäre,
da der Flieger anschließend nochmal zur Reparatur muß. Ein weiterer Termin war nicht zu erfahren, vielleicht in 2 Tagen, warten, warten! Wenigstens 2 von uns waren mit dem ersten Flieger gestartet u. konnten inzwischen einige SK auf den
weiteren Weg bringen u. z. Teil auch montieren. Nach 2 Tagen, der Flieger ist re pariert, aber er muß nun nach Kathmandu u. Touristen abholen, aber morgen dürfen wir bestimmt fliegen.

Zum Glück klappte es dann anderentags, nur mußten wir in Jomosom noch auf Träger für den Reitertransport warten. Wir gingen inzwischen um das Chairo–Tibeter-Camp in der Nähe von Marpha zu besuchen, wo über 10 SK installiert sind u. wo wir eine WW – Solaranlage reparieren u. ausbauen sollten. Da im Kali-Gandaki-Tal, es ist das tiefste Durchbruchstal der Erde, nachmittags immer ein sehr starker Wind bläst der den Staub von der Straßenbaustelle, die dort z.Zt. eingerichtet ist ( die Straße soll bis Muktinath gebaut werden) in großen Wolken vor sich her treibt, konnten wir den Weg zum Tibeter Camp nur mit Atemschutzmasken begehen.

Von nun an klappte alles so wie wir es uns vorgestellt hatten, nur die verlorene Zeit konnten wir nicht mehr einholen u. so entschlossen wir uns,unseren Freund Deepak mit den 10 SK nach Upper Mustang auf den Weg zu bringen. Upper Mustang ist ein Mini-Königreich im Königreich Nepal, jedoch ohne politische Macht. Gehzeit einfach 3-4 Tage! Wir Anderen wollten nach Pokhara um im Dorf Bumdi weitere 5 SK u. in der Umgebung von Doule Gouda 1 sowie 1 in Pokhara aufzustellen. Die Zeit zwischen den Flügen u. nach Ankunft in Pokhara bis Deepak zurückkam, nutzten wir um rückständige Arbeiten an einer von uns errichteten WW-Solaranlage auszuführen. Weiter führten wir Reparaturen an kleinen u. großen automatisch der Sonne nachgeführten Solarkochern, die von einer anderen Organisation aufgestellt wurden aber nicht funktionierten u. alles Andere als werbewirksam waren, durch. Diese Reparaturen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Rückfahrt nach Kathmandu erfolgte dann mit dem Bus ( ca. 8 Std. ).

Nach Rückkehr wurden noch weitere Trainingsaufgaben durchgearbeitet:
So wurde eine Form gebaut um die Reflektoren der SK zukünftig mit Kunstharz anfertigen zu können, das würde Gewicht für den Transport u.Zeit für die Herstellung sparen. Inzwi schen wurden bereits die ersten Muster angefertigt!

Für die autom. SK wurden neue Antriebs-Elemente entwickelt u. erprobt. Einmalig u. Erstmalig, wurde von uns ein solarbeheizter Kachelofen konstruiert u.ein Proto-Typ gebaut der z.Zt. getestet wird.

Weiter wurde eine WW – Solaranlage für das Hospital Dhulikehl sowie eine für das Kinder haus in Godaveri für die Kinderhilfe Mitterfels gebaut, wo auch ein SK aufgestellt wurde. Über einen Freund wurden auch 5 SK nach Humla (im fernen Westen, Maoistengebiet ) geliefert.

Ausblick:
Für nächstes Jahr sind bereits ca. 80 SK eingeplant.

Kali-Gandaki-Tal